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SCC beendet Saison nach Niederlage auf Platz fünf

spielfeld150 laliDer SC Charlottenburg (SCC) hat sich mit einer deutlichen Niederlage aus der Saison verabschiedet. Gegen den Berliner Schlittschuhclub 1b „Wikinger“ unterlag der Klub am Sonntagnachmittag mit 1:10 (1:3, 0:6, 0:1).

Für beide Mannschaften ging es im letzten Spiel der Meisterrunde um nichts mehr. Die Wikinger waren als Vierter bereits für das Final Four platziert und konnten ihre Ausgangsposition nicht mehr verbessern. Für den SCC wiederum war der Traum vom Finalturnier bereits vor Wochen geplatzt, nach der Niederlage der Adler am Vortag hatte das Team aber immerhin den fünften Platz schon vor dem Anpiff sicher.

Und siehe da: Beide Mannschaften machten aus dem sportlich bedeutungslosen Spiel eine faire Begegnung – selbst die in der Strafzeiten-Tabelle der Liga führenden Wikinger hielten sich relativ schadlos. Für beide Teams war es aber auch ein Leichtes. Denn so eng, dass die Emotionen überschäumen konnten, war die Begegnung nie.

Der SCC ging zwar durch Christopher Hillen mit einem Schuss durch die Beine von BSC-Keeper Ben Weyrauch in Führung (2. Minute). Doch die Wikinger kamen postwendend zum Ausgleich. Nils Herrle setzte sich auf der linken Seite durch und fand am langen Pfosten Sebastian Reinhardt, der nur vollenden musste. Das 2:1 in der 13. Minute kassierte der SCC in Unterzahl – aber etwas unglücklich: Der Schuss von Joris Gabrisch von der Blauen verfehlte noch das Tor, der Puck prallte allerdings so ungünstig von der Bande zurück, dass BSC-Stürmer Dennis Hesse aus spitzem Winkel direkt einnetzen konnte. Beim 3:1 bekam der SCC unter Druck den Puck im eigenen Drittel nicht geklärt, Janis Glöden eroberte die Scheibe und legte kurz ab auf Aaron Tropschuh, der mit einem satten Schuss SCC-Kepper Bernd Homm überwand (15. Minute).

Das zweite Drittel wurde zu einer einseitigen Angelegenheit – und machte die Unterschiede zwischen beiden Teams deutlich: Der BSC überrollte mit schnellem, sicherem Kombinationsspiel die Gäste, die oft zu passiv agierten und den Gegner gewähren ließen. Einerseits exemplarisch, andererseits aber auch aus neutraler Sicht besonders sehenswert war der Treffer zum 5:1 durch Milan Bajai, der mit einem Solo aus dem Mitteldrittel durch die SCC-Abwehr tanzte – und dabei noch die Chuzpe besaß, sich den Puck durch die Beine zu spielen (26. Minute). Der SCC hatte im Mittelabschnitt offensiv nicht viel anzubieten. Ein Pfosten-Schuss von Valerian Sokolovskyi kurz vor Ende des Drittels war die einzig nennenswerte Szene (39. Minute).

Im Schlussabschnitt passierte nicht mehr viel. Die Wikinger ließen es ruhiger angehen, der SCC geriet dadurch nicht mehr so unter Druck und konnte sich wieder etwas mehr entfalten. In der 49. Minute hatte Sokolovskyi die Chance zum 2. SCC-Treffer, vergab allerdings nach schöner Vorarbeit von Ivan Patyala aus Nahdistanz. Praktisch im Gegenzug scheiterte BSC-Stürmer Gabrisch im Solo an SCC-Keeper Homm. Das 10:1 war schließlich dem an diesem Tag sehr auffälligen Herrle vorbehalten: Diesmal passte Reinhardt in den Slot, von wo aus Herrle den Puck unters Dach zimmerte. Vier Minuten vor Ende der Partie hätte Willy Wolschke das Ergebnis für die Charlottenburger noch etwas aufbessern können, als er allein aufs Tor zulief. BSC-Keeper Weyrauch fing allerdings den Puck. Kurz darauf war Schluss.

Mit dem 5. Platz hat der SCC die Platzierung aus dem Vorjahr bestätigt und sich in der oberen Hälfte der Liga etabliert. Gleichzeitig konnte das Team die klubinterne Konkurrenz der Adler hinter sich lassen – ein kleiner Prestigeerfolg. Dennoch fällt das Saisonfazit gemischt aus: Die Lücke zu den Top-Vier-Mannschaften wirkte diesmal größer als im Vorjahr, was sich nicht nur am Punktestand widerspiegelt. In den direkten Duellen war der SCC – vom Sieg gegen den Meister Fass 1b abgesehen – klar unterlegen. Der Abgang einiger Leistungsträger aus der Vorsaison wirkt noch nach, der verletzungsbedingte Ausfall zweier Stammkräfte zu Saisonbeginn kommt dazu. Fehlen dann noch Leistungsträger aus anderen Gründen, ist der SCC zu abhängig von wenigen Spielern, während die Top-Mannschaften in der Breite ausgeglichener besetzt sind.

SCC sucht Spieler für die neue Saison

Das zu ändern und den Kader qualitativ zu stärken, wird Aufgabe in den kommenden Monaten sein. Der Sportclub Charlottenburg sucht ausgebildete Eishockeyspieler, die Lust haben, in der Landesliga Berlin zu spielen. Interessenten können sich an die Vereins-Vorstände Sebastian Kohrt und Karsten Röbisch wenden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein." data-linkindex="0">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein." data-linkindex="1">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Torstatistik

0:1        2. Min                 Hillen
1:1        3. Min                 Reinhardt S. (Herrle, Tropschuh)
2:1        13. Min               Hesse (Gabrisch, Heinze)
3:1        15. Min               Tropschuh (Reinhardt S., Glöden)
4:1        21. Min               Hesse (Heinze)
5:1        26. Min               Bajai
6:1        30. Min               Bajai (Löhr)
7:1        31. Min               Herrle (Reinhardt S.)
8:1        38. Min               Glöden (Täumer, Herrle)
9:1        39. Min               Reinhardt M. (Reinhardt S., Weyrauch)
10:1      51. Min              Herrle (Reinhardt S., Glöden)

Strafzeiten

BSC 1b: 6 (0 – 2 – 4)      SCC: 8 (2 – 4 – 2)

Pressemitteilung SCC Berlin