Mit dem kleinen Finale startete der letzte Tag des Frauenturniers, die Schweiz gewann nach Verlängerung gegen Schweden. Olympiasieger 2026 ist die USA, sie gewannen gegen Kanada nach Verlängerung.
Sieg für die Schweiz nach Verlängerung
Beide Teams haben bisher ein gutes Turnier gespielt und so gab es keinen Favoriten. Vor 12 Jahren spielten beide ebenfalls um Bronze, damals setzte sich die Schweiz durch.
Es wurde auch zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in der die Schweiz nach elf Minuten am Pfosten scheiterten. Am Ende des Drittels hatte Schweden mehr Torschüsse, richtig gefährlich wurde es aber auf beiden Seiten nur selten.
Schweden hatte m 2. Drittel Vorteile, dann kam die Schweiz zu einem Penalty. Ivana Wey scheiterte aber in der 27. Minute an Torhüterin Ebba Svensson Träff. Zwar hatten die Schweizerinnen nun Vorteile, in der 32. Minute aber schlug es bei ihnen ein. Mira Jungaker zog von der blauen Linie ab und da zwei Spielerinnen Torhüterin Andrea Braendli die Sicht nahmen, hatte sie keine Chance. Mit viel Einsatz kämpfte sich zurück. Sinja Leemann erkämpfte sich im schwedischen Drittel den Puck und über Amila Marti kam der Puck zurück zu Sinja Leemann, die den Puck vier Minuten vor der Pause zum Ausgleich ins Tor schoss. Da es nach 40 Minuten auch 1:1 stand, konnte für das letzte Drittel einiges erwartet werden.
Und es blieb spannend, wobei beide Teams nicht viele Torchancen hatten. Ein Powerplay der Schweiz nach 49 Minuten brachte Schweden gute Chancen, auf ein Tor mussten die Zuschauer weiter warten. 147 Sekunden vor dem Ende kam Schweden zum ersten Powerplay, nur auch sie schafften es nicht, einen Treffer zu erzielen und so blieb es nach 60 Minuten beim 1:1.
Mit drei Feldspielerinnen und über maximal zehn Minuten ging es in die Verlängerung. Die Schweiz hatte hier Vorteile und nach acht Minute landete ein Schuss an der Latte. 51 Sekunden vor dem Ende fiel die Entscheidung des Spiels. Ivana Wey legte auf und Alina Müller erzielte mit ihrem 16. Treffer bei olympischen Spielen den Siegtreffer.
Es war ein spannendes Spiel, in dem die Schweiz am Ende eine Chance mehr nutzen konnte. Und die Schweiz konnte sich wie 2014 in Sotschi wieder durchsetzen.
Spiel um den 3. Platz: Schweiz – Schweden 2:1 (0:0/1:1/0:0) n.V.
Schiedsrichter: E. Mantha (CAN), A. Nurmi (FIN) – A. Clarke (CAN), J. Todd (CAN)
Zuschauer: 8.243
Strafen: SUI 2 (0/0/2/0), SWE 4 (2/0/2/0)
Tore:
0:1 (31:40) M. Jungaker (H. Svensson, T. Johanssin); 1:1 (35:40) S. Leemann (A. Marti);
2:1 (69:09) A. Müller (I. Wey, L. Christen);
Die USA gewinnen nach Verlängerung
Während die USA problemlos durch das Turnier marschierte, hatte Titelverteidiger Kanada erhebliche Probleme. Und nicht nur das Gruppenspiel ging klar an die USA, zuletzt kassierte Kanada in direkten Duellen einige Niederlagen, darunter fünf in Folge.
Nach ersten Angriffen der USA kam auch Kanada und ein erstes Powerplay brachte gute Chancen. Nun hatte Kanada leichte Vorteile und sie kamen auch zu einem zweiten Powerplay. Beide Teams schafften es nicht den Puck bis zur Pause im Tor unterzubringen, Chancen waren dabei durchaus vorhanden.
14 Sekunden vor der Pause holte sich Kanada eine Strafe ab und so startete der Mittelabschnitt mit einem Powerplay der USA. Es fiel auch der erste Treffer des Spiels, nur nicht für das Team in Überzahl. Kristin O’Neill wurde bei einem Konter schön angespielt und diese ließ Torhüterin Aerin Frankel aussteigen, um den Puck dann nach 54 Sekunden des Drittels zum 0:1 einzuschieben. Wütende Antworte waren Angriffe der USA mit einigen sehr guten Chancen. Kanada konterte und das nicht weniger gefährlich. Ein Drittel mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten endete mit einem Spielstand von 0:1.
Die USA drückten auch im letzten Drittel, sie kamen aber kaum durch. Kanada stand sehr gut und den Rest erledigte Torhüterin Ann-Renee Desbiens. Konter sorgten außerdem nicht nur für Entlastung, sondern auch für Gefahr. Sie hatten sechs Minuten vor dem Ende auch noch ein Powerplay mit guten Torschüssen. 143 Sekunden vor dem Ende zogen die USA die Torhüterin und das half. 19 Sekunden später fälschte Hilary Knight einen Schuss von Laila Edwards ab und es stand 1:1. Bis zur Sirene hatten die USA noch weitere Chancen, es blieb aber beim 1:1.
Im Finale wurde die Verlängerung ebenfalls mit drei Feldspielerinnen gespielt und bei einem Treffer ist die Partie entscheiden, allerdings betrug die Spielzeit 20 Minuten. Hier hatten die USA die ersten Chancen, Angriffe von Kanada konnten gut gestoppt werden. Die 65. Minute brachte die Entscheidung, Megan Keller traf zum umjubelten 2:1.
Es war das erwartet hochklassige Finale mit tollen Chancen und überragenden Torhüterinnen. Für die USA war es die 3. Goldmedaille, für Kanada die 3. Silbermedaille.
Finale: USA – Kanada 2:1 (0:0/0:1/1:0) n.V.
Schiedsrichter: K. Cooke (USA), C. Murray (CAN) – K. Hajkova (CZE), T: Saarimäki (FIN)
Zuschauer: 11.171
Strafen: USA 6 (4/0/2), CAN 2 (2/0/0)
Tore:
0:1 (20:54) K. O’Neill (L. Stacey, R. Fast) SH1;
1:1 (57:56) H. Knight (L. Edwards, M. Keller);
2:1 (64:07) M. Keller (T. Heise);
Es war ein hochklassiges Turnier mit verdienten Abschlussplatzierungen. Werbung für die Sportart wurde wieder betrieben, nur dürfte wieder kaum etwas hängen bleiben…
Die Abschlussplatzierungen:
|
Pl. |
Team |
|
1 |
USA |
|
2 |
Kanada |
|
3 |
Schweiz |
|
4 |
Schweden |
|
5 |
Tschechien |
|
6 |
Finnland |
|
7 |
Deutschland |
|
8 |
Italien |
|
9 |
Japan |
|
10 |
Frankreich |
MVP:
Caroline Harvey (USA)
Beste Spielerinnen:
Tor: Andrea Braendli (SUI)
Abwehr: Caroline Harvey (USA)
Angriff: Marie-Philip Poulin (CAN)
Media All-Star-Team:
Tor: Andrea Braendli (SUI)
Abwehr: Laila Edwards (USA), Caroline Harvey (USA)
Angriff: Hannah Bilka (USA), Alina Müller (SUI), Marie-Philip Poulin (CAN)
Ausführliche Statistiken gibt es unter https://www.iihf.com/en/events/2026/olympic-w
erschienen bei Icehockeypage








